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Hinter der Tür schimmerte grünliches Licht, welches den Rauch gespenstisch beleuchtete. Kaum hatte sich das Echo der Explosion gelegt, schon fraßen sich Laserschüsse in die Wand neben Corona und zischten haarscharf an ihrem Helm vorbei. Mit einer geübten Bewegung riß sie eine ihrer Granaten aus der Magnethalterung an ihrem rechten Bein und schleuderte sie durch die Öffnung. Im Selben Moment bellte Tziengs Plasma MG neben ihrem Ohr auf und riß eine Schneise der Zerstörung in den wallenden Rauch. Das Laserfeuer verringerte sich kurz und stoppte dann ganz, als die Granate mit einem blendenden Blitz explodierte. Gutturale Schreie erklangen und deutlich hörte Codoba wie etwas schweres durch den Raum flog und gegen die Reste der Tür krachte. Tzieng feuerte noch immer und bewegte sich nun Schritt für Schritt auf die Bresche zu. Vereinzelt zischte noch ein Laserschuß gegen seine Rüstung, doch diese hielt dem leichten Feuer ohne Probleme stand. Er trat durch die Öffnung und entfachte ein Inferno. In einem weiten Bogen streute er tödliche Plasmaladungen, in Hüfthöhe von rechts nach links, durch den Raum. Seine massive Gestalt zitterte trotz des Gyros vor Anstrengung und der lauf seines Gewehres qualmte bedenklich. Schließlich hielt er inne und schritt weiter in das Gewölbe hinein. Codoba und de´la Esperanca folgten ihm und sicherten noch einmal zu den Seiten der Halle. Nichts war zu sehen. Außer toten Plasmoden. Die Kreaturen lagen verkrümmt und mit zerstörten Leibern am Boden. Nicht einer rührte sich mehr. Es waren 6 von ihnen. Offensichtlich vier Wachen und zwei „Wissenschaftler“. Die Wände waren bedeckt mit Monitoren und Schalttafeln unbekannter Bauart. Dies mußte eine Kommandozentrale der Drohnenarmee sein. Hoffentlich war es die Einzige. Vorsichtig schritten die Soldaten durch den, noch immer wallenden, Rauch. In einer Ecke des Raumes brannte eine zerstörte Konsole. Die beißenden Dämpfe vermischten sich mit dem Rauch und erschwerten das Atmen. Allerdings hatten sie nicht vor lange zu bleiben. -„Codoba, lassen sie ihren größten Feuerball hier. Tzieng sie sichern mit dem Zauberstab den Eingang. Ich schaue mich weiter um.“ Aufs äußerste angespannt schlich sie durch die Trümmer, immer ein Auge auf die „Leichen“ der Plasmoden gerichtet. Mann konnte nie wissen. Der Trick sich einfach tot zu stellen und dann in den Rücken der Angreifer zu schießen, war auch denen bekannt. Allerdings wiesen die Körper dermaßen starke Plasmaverbrennungen und solch großen Löcher auf, daß sie kaum noch Leben konnten, geschweige denn sich bewegen. Corona schaute auf die noch funktionstüchtigen Monitore. Dort sah sie einige Diagramme des Schlachtfeldes und viele Zeichen die sie nicht im Geringsten zu deuten vermochte. Wenn sie allerdings, die sich bewegenden, vielfarbigen Punkte, richtig deutete, dann erging es ihren Kameraden draußen sehr schlecht. Dies war wohl so etwas ähnliches wie ihr M.P.S. . Die Drohnen setzten ihnen sehr zu. Sie mußten schleunigst dafür sorgen, daß die Chancen besser wurden. Sie drehte sich zu Codoba um, welcher leise singend, grade einen Kasten von seinem Rücken genommen hatte und diesen nun aufklappte. Darin befand sich eine kleine taktische Ladung, mit einer Sprengkraft die bei weitem ausreichte um diesen Komplex sauber und schnell in Schutt und Asche legen sollte. -„Wie lange soll es dauern bis der Zauber los geht Sarge?“ In diesem Moment erfüllte eine fremde Stimme die Luft. Unverständliche Worte drangen aus einer Konsole knapp vor ihr. Tzieng wirbelte im Durchgang herum, sie deutete ihm mit einer Handbewegung das alles in Ordnung sei. Der Chinese wandte sich wieder dem Gang zu. Corona schritt an das Computerpult heran und erblickte die scheußliche Fratze eines Plasmoden auf einem kleinen Monitor. Neben dem Bildschirm blinkte ein kleiner Knopf aufgeregt und verlangte die Aufmerksamkeit eines längst toten Technikers. Offensichtlich wollte sich jemand erkundigen was vorgefallen sei. Im Hintergrund erkannte sie einen Raum, welcher mit diesem Weitgehend identisch war. Offensichtlich wurde sie nicht erkannt. Sie blickte hoch und entdeckte die Linse einer kleinen Kamera in der Wand über ihr. Das Okular war durch die Explosion verschoben worden und schaute nun an die es angrenzende Wand, vergeblich versuchte ein kleiner Servomotor ihre Ausrichtung zu korrigieren, sein Summen war kaum zu überhören. Wahrscheinlich ferngesteuert. Ihr kam ein Gedanke. Sie blickte sich um. Im
hinteren Teil der kleine Halle gab es so etwas wie einen Notausstieg. Dort
waren die Sprossen einer Leiter deutlich zu erkennen.
Der
Kommandant der Plasmoden starrte auf den kleinen Bildschirm vor ihm. Wut
entbrannt schrie er den Techniker, welcher sich über die Konsole beugte
an, etwas zu tun. Dieser duckte sich nur unter den Zorn seines vorgesetzten
in seinen Sitz und drehte an einem Regler ohne eine Wirkung zu erzielen.
Die Kamera mußte verklemmt sein. Irgend etwas stimmte in Abschnitt
Sechs nicht. Nervös drückte er immer wieder auf den Knopf zur
Erstellung der Sprechverbindung und rief Befehle in sein Mikrophon. Niemand
schien ihn zu hören. Der Monitor war dunkel, bis auf einen schmalen
streifen an der Seite des Bildes. Man konnte erkennen das sich etwas in
dem Bunker bewegte, doch was, war ihm ein Rätsel. Kurz zuvor hatte
eine Alarmglocke sie auf ein Problem in Bunker 6 hingewiesen und er hatte
sofort einige Soldaten abgeordert um nachzuschauen was passiert war, nachdem
man festgestellt hatte das die Verbindung gestört war. Die Soldaten
würden einige Minuten brauchen bis sie dort eintrafen. Er hoffte nur
das es nicht diese verdammten Menschen waren die das Problem in Bunker
6 ausgelöst hatten.
Um sie herum erklang nun wieder der Lärm des nahen Kampfes. Die drei Soldaten rannten so schnell sie konnten durch den Dschungel. Immer hoffend keinen Cysionen oder Drohnen zu begegnen. Vergebens. Mit einem Mal waren sie da. Drei von ihnen. Klein und wendig. Silberschwarze Kugeln, welche durch das Buschwerk schossen und Laser abfeuerten. Die Laser brauchten die Soldaten nicht zu fürchten. Das Problem war, sollten diese nichts nutzen, so hatte jede dieser Drohnen noch Plasmakapseln an Bord, welche bei Aufprall auf ein Zielobjekt explodierten. Eine raste gezielt feuernd auf Corona zu und die kleinen Laser prallten wirkungslos von ihrer Panzerung ab. Der Computer der Drohne reagierte umgehend und stellte das Feuer ein. Jetzt wurde es wirklich gefährlich. Diese Dinger waren verdammt wendig. Die Kugel zischte auf sie zu und im letzten Augenblick warf sie sich zur Seite und zu Boden. Der metallene Ball huschte über sie hinweg und mit einer eleganten Kurve drehte er um. Bereit einen neuen Angriff zu starten. Die beiden weiteren Drohnen suchten noch nach ihren Zielen und feuerten in das dichte Buschwerk in dem sich der Spanier und der Chinese verborgen hielten und von dort aus versuchten die Geräte aus der Luft zu schießen. Wieder griff die Kugel Corona an. Ein dröhnen durchlief den Erdboden. Alles zitterte und überall schrien Tiere in panischer Angst auf. In einiger Entfernung stieg mit einem Male eine Feuersäule in den Himmel, umwölkt von Blattwerk und zersplittertem Holz. Dann kam der Donner der Explosion bei ihnen an. Der Zorn eine Gottes hatte sich entladen. Darauf folgte seine Hand. Die Druckwelle der Explosion warf Corona auf den Boden. Die Drohne über ihr wurde gegen einen Baum geschleudert, wo sie krachend explodierte. Staub und Blätter flogen durch die Luft, die Bäume zitterten im Wind der Detonation. Die zwei verbliebenen Drohnen taumelten wild umher um dann regungslos in der Luft zu verharren. Befehle abwartend die nicht mehr kommen würden. Ihr Steuercomputer war zerstört. In
direkter Folge der ersten Explosion ereigneten sich noch drei weitere,
welche den Ausfall von über ¾ der kämpfenden Drohnen zur
folge hatten. Ob nun mehrere Computer diese Dinger gesteuert hatten oder
nur den eine, den sie zerstörten, interessierte Sargent Corona de´la
Esperanca nicht. Sie hatten sich bis zum Eintreffen der Mobilen Infanterie,
die verbliebenen Cysionen und Drohnen vom Leib gehalten und dafür
gesorgt das die Landegebiete frei bleiben, wie es ihre Aufgabe war. Die
„Icewolfs“ waren als willkommene Verstärkung zu ihnen gestoßen
und man hatte unbeirrt weiter gemacht. Sie hatten wieder einmal ihren Auftrag
erfüllt. Sie hatten der M.I. genug Zeit verschafft um ihre Ärsche
auf Planet Entreppid zu bewegen, um diesen den Plasmoden wieder weg zu
nehmen. Warum auch immer dieser so wichtig für sie gewesen war. Viele
gute Männer und Frauen waren gestorben, damit die „Eierköpfe“
nachdem die M.I. den Rest aufgeräumt und den Planeten für Sicher
erklärt hatte, die verbliebenen Basen der Plasmos studieren konnten.
Die Wissenschaftler beschwerten sich natürlich, über den Verlust
ganzer Einrichtungen, welche viele unschätzbar wichtige Dinge und
Wissen über die Technik der Plasmoden enthalten hätten. Sargent
de´la Esperanca bekam neue Männer zugeteilt um die im Einsatz
Gefallenen zu ersetzen.
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