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krönenden Abschluss lest ihr hier eine der ersten Storys die einer
unserer Autoren (Christian Boisten) verfasst hat. Er ist der Fachmann,
wenn es um Maygonen geht. Fast alles was ihr jemals über diese Rasse
gelesen habt, stammt aus seiner Feder. Sogar die Schrift der Maygonen.
Doch dazu später einmal mehr. Und nun viel Spaß beim schmökern....
| Planeten des Zeta Systems |
von Christian
Boigel |
Das
Zeta System wurde durch die Zeta, einen maygonischen Frachter der Doka-
Klasse ent-deckt, der sich auf der Flucht vor den Plasmoden befand, die
kurz zuvor die Me´ana Kolonie vernichtet hatten. Die Maygonen hatten
keine Zeit, das System zu kartographieren und zeich-neten einfach nur
die Sensorenwerte auf, die sie während des Durchflugs empfingen.
Die
Reise der Zeta fand am 15.05.2542 in einer späteren Randwelt des
Erdimperiums ihr Ende, wo sie auf das Forschungsschiff Hironimus Rogan
traf, das gerade dabei war, das später als Terator bekannte System
zu erkunden. Während die Rogan die Überlebenden an Bord nahm,
betrat ein Techniker- Team unter dem Vorwand, die Lage des Schiffs stabilisieren
zu wollen, die Zeta. Tatsächlich jedoch entfernten sie alles, was
auch nur im Entferntesten wie ein Computerkern aussah. Erst sehr viel
später sollte sich herausstellen, dass unter dem ganzen Schrott auch
der richtige Kern war und erst nachdem die Menschen endlich Zugang zur
maygonischer Computertechnik erlangt hatten, konnte der Inhalt analysiert
und nutzbar gemacht werden.
Da zu dieser Zeit der Krieg zwischen der Allianz und den Plasmoden ausgebrochen
war, dauerte es noch einmal fast zwei Jahre, bis eine Expedition zusammengestellt
werden konnte. Eine Fregatte, zwei Unterstützungsschiffe und das
Spezialschiff Recon Unit 4 wurden entsandt, um das System, dessen Name
man übernommen hatte, zu erforschen. Schließlich wurden alle
Ressourcen gebraucht, die aufzufinden waren. Auch die maygonischen Namen,
die die Crew einigen der größeren Planeten gegeben hatten,
wurden beibehalten.
Die Entdeckung einer neuen Cysionenart auf Zeta-Char sorgte dafür,
dass fast jeder der Konzerne, die sich zum Abbau der immensen Ressourcen
beworben hatten, von ihrem Vor-haben zurücktraten. Die Schlacht von
Ceson hatte noch nicht stattgefunden und die mensch-lichen Arbeiter fürchteten
die Plasmoden so sehr, dass sie meuterten. Die Konzerne fanden keine ausreichende
Besatzung für ihre Raumstationen, die sie im Orbit der beiden größten
Planeten bauen wollten und eine Crew, die nur aus Droiden bestand, war
angesichts der im Zeta System stark verbreiteten Strahlung zu unsicher,
die in Schüben von dem dunkelroten Zwergstern in der Mitte des Systems
auszugehen scheint.
Rapid Space Operations installierte schließlich doch die Raumstation
Gateway auf halbem Weg zwischen den beiden als Abbaugebieten ausgewiesenen
Planeten. Die Crew bestand zum größten Teil aus Häftlingen
und Droiden, die Kommandoebene aus ehemaligen Militärs. Die Gateway
wurde mit einem neuen Typ Minenroboter bestückt, der selbstständig
auf einem Planeten landen, Mineralien sammeln und wieder zur Raumstation
zurückbringen konnte.
Nach erfolgreichem Einsatz auf Zeta-Ohz schickte man einige Geräte
auch nach Zeta-Char, wo man feststellen musste, dass die Förderroboter
einiger Aufrüstung bedurften, um nicht von den Cysionen zerstört
zu werden. Nachdem das nicht vollständig gelang, beschränkte
man sich auf Zeta-Ohz und Zeta-Ger.
Im Vertrag von Tepa´i mussten den Plasmoden mindestens zwei Welten
überlassen werden, auf denen sie Rohstoffe sammeln konnten. Mit Zustimmung
von Rapid Space Operations war Zeta eines dieser Systeme. RSO ließ
sich für den Verlust großzügig entschädigen und zog
sich am 02.08.2568 aus dem Zeta System zurück. Seitdem gilt es als
plasmodisches Gebiet. In wie weit sich das auf die Namensgebung auswirkt
bzw. wie die Plasmoden die Planeten dieses Systems nennen, ist nicht bekannt.
Zeta-Num: In der maygonischen Sprache bedeutet „ num “ einfach
nur „ eins “ oder „ der Erste “. Zeta-Num misst
5005 km im Durchmesser, hat eine durchschnittliche Temperatur von +1250°
und erscheint wie eine schwarze Kugel, über die jemand ein Netz aus
hellroten Linien geworfen hat. Diese Linien sind Lavakanäle, die
sich über den gesamten Planeten ziehen. Die Oberfläche ist dementsprechend
instabil, die seismische Aktivität enorm. Die Wissenschaftler an
Bord der Recon Unit 4 bemerkten in ihrem Bericht, dass es wohl nicht mehr
lange ( für einen Planeten ) dauern würde, bis Zeta-Num auseinanderbrechen
würde. Der erste Planet des Zeta Systems hat nur eine sehr dünne
Kohlenstoffatmosphäre, keine verwendbaren Bodenschätze und keine
Monde.
Zeta-Ger: Mit einem Durchmesser von 3491 km ist „ der Zweite “
der kleinste der Planeten des Zeta Systems. Keine Atmosphäre. Der
gesamte Planet ist mit einem seltsamen, hellen Staub bedeckt, der im Sonnenlicht
silberfarben glänzt. Große Mengen an Kupfer, Niobium, Zinn,
Vanadium und Blei. Auf der Oberfläche ist immer noch ein alter Landeplatz
der Rapid Space Operations sowie einige größere Löcher,
die von den Schürfroboter, die dort eingesetzt waren, ausgehoben
wurden. Die Löcher sind allerdings nicht so groß, dass man
sie aus dem Weltall sehen könnte. Die Plasmoden haben den Abbau noch
nicht fortgesetzt. Spekulationen einiger menschlicher Forscher könnte
der Grund darin liegen, dass sie die Elemente, die dort vorhanden sind,
für ihre Technologie nicht unbedingt brauchen. Zeta-Ger hat zwei
Monde.
Utan: Benannt nach einem
der beiden Geschwistern aus der maygonischen Mythologie ist Utan mit einem
Durchmesser von 1076 km der größere der beiden Monde. Keine
Atmos-phäre. Die geringen Mengen an Titan und Iridium rechtfertigten
keinen Abbau, weshalb Utan von den Förderrobotern verschont blieb.
Utan besteht aus dunkelbraunem Stein, der von helleren Adern durchzogen
ist, ein Effekt, den man aber nur aus der Nähe sehen kann. Utan befindet
sich auf derselben Umlaufbahn wie Ma´hl und hält einen stabilen
Abstand.
Ma´hl:
Mit einem Durchmesser von 989 km der kleinere der beiden hält auch
Ma´hl einen stabilen Abstand zu Utan. Es scheint fast so, als wären
beide Planeten durch eine unsichtbare Achse, die durch den Planeten Zeta-Ger
führt, miteinander verbunden. Ma´hl ist mit hellem Sand bedeckt,
der leicht orangefarben leuchtet, wenn Sonnenlicht auf ihn fällt.
Keine Boden-schätze, keine Atmosphäre.
Zeta-Ohz: „ Der Dritte “ hat einen Durchmesser von 105321
km und eine dichte Atmosphäre, die vor allem Wasserstoff, Sauerstoff
und Stickstoff enthält, wenn auch nicht in einem für Menschen
atembaren Mengenverhältnis. Durchschnittliche Temperatur +55°.
Große dunkle Flächen scheinen durch die fast weiß erscheinenden
Atmosphäre und verleihen dem Planeten das Aussehen eines unregelmäßigen
Schachbretts. Auf der Oberfläche hatte Rapid Space Operations mehrere
Landeplätze für die Förderroboter anlegen lassen, die jetzt
größtenteils von den Plasmoden und ihren Extraktern genutzt
werden. Große Vorkommen an Beryllium, Eisen, Zink, Platin, Wolfram
und Caesium. Zeta-Ohz hat einen Mond.
Tars:
Dieser mit 3425 km größte Mond des Zeta Systems trät seinen
Namen ( Tars bedeutet im Maygonischen „ Der Schwarze “ ) zu
Recht. Tars ist eine pechschwarze Kugel ohne Atmosphäre, auf dem
die Plasmoden jedoch jüngsten Meldungen zufolge großangelegte
Minenarbeiten betreiben. RSO stufte den Mond mit seinen nur geringen Vorkommen
an Mangan und Vanadium als nicht weiter erwähnenswert ein und unternahm
keinerlei Abbau-maßnahmen. Einige Wissenschaftler spekulieren jedoch,
dass die Plasmoden den Mond zu einer größeren Niederlassung
oder Station ausbauen wollen.
Hxara
Raumstation: Wie Rapid Space Operations vor ihnen haben auch die Plasmoden
eine Raumstation im Zeta System etabliert. Hxara ist jedoch weit größer
als Gateway und besteht aus vier kleineren, ausgehöhlten Asteroiden,
die über Versorgungstunnel miteinander verbun-den sind. Da Fremde
zu einem der Asteroiden, der besonders schwer bewacht wird, Zugang haben,
dient Hxara nicht nur als Landeplatz für die Extraktoren und Lagerstätte
der gewon-nenen Ressourcen, sondern auch als Handelsposten. Die Plasmoden
bauen einige der Roh-stoffe scheinbar nur ab, um etwas zu haben, womit
sie mit den menschlichen Freihändlern Handel treiben können.
Im Augenblick ist Hxara die einzige plasmodische Niederlassung im Zeta
System.
Zeta-Char: Durchmesser 11903 km, durchschnittliche Temperatur +10°.
Der vierte Planet ist zu 60 % mit dunkelgrünem Sand bedeckt, aus
dem überall Kristallformen und Felsforma-tionen mit offenen Uranadern
hervorstehen. Dementsprechend tödlich ist die radioaktive Strahlung
auf der Oberfläche. Die Landmassen werden durch zwei Meere, die 40
% des
Planeten bedecken und in denen es so gut wie kein Leben gibt, in vier
große Teile geteilt. Sauerstoff-Stickstoff Atmosphäre mit großen
Anteilen an Schwefel und FCKW. Riesige Vor-kommen an Uran, Eisen und Chrom.
Bei ihrer Untersuchung des Planeten entdeckte die Recon Unit 4 auf dem
südlichen Kontinent ein schweres, plasmodisches Transportraumschiff
der Klasse Sierra-4, das dort vor geraumer Zeit abgestürzt sein musste.
Bei der weiteren Untersuchung des Planeten wurde ein Organismus entdeckt,
der von den Xenobiologen als Cysione identifiziert und als G-Typ klassifiziert
wurde. Wie es aussieht, hat sich diese Art von Cysione an das Leben unter
der Erde gewöhnt und zieht alle zum Überleben notwendigen Mineralien
aus dem Boden, den er mit seinem ätzenden Speichel auflöst.
Aber dennoch ist es ein Cysione, wie seine DNA und sein furchteinflößendes
Gebiss beweisen, das er trotz seiner Nahrungsumstellung behalten hat.
Für die Plasmoden scheint es kein Problem zu sein, die Ressourcen
von Zeta-Char abzubauen. Der G-Typ ist auch der Grund, warum das Zeta
System Anziehungspunkt für Glücksritter, Piraten und freischaffende
Weltraumhändler, denn die Fearless Company bezahlt Unsummen für
einen dieser besonderen Cysionen, die es nur auf diesem Planeten gibt.
Die Fremden fangen die G-Typs mit und ohne Duldung oder Ge-nehmigung der
Plasmoden oder kaufen sie von ihnen, um sie an die Company weiterzuver-kaufen.
Da der Weg von Zeta-Char bis zur Fearless Arena weit und gefährlich
ist, sind bisher nur sehr wenige G-Typs in der Arena zu sehen gewesen.
Zeta-Char hat keine Monde, sondern nur ein dünnes Asteroidenfeld,
das den Planeten umgibt.
Zeta-Eed: Der größte Planet der Zeta Systems ( genannt „
der Fünfte “ ) ist im Vergleich zu den anderen eine Ruine.
Fast die Hälfte des Planeten ist, vermutlich bei der Kollision mit
einem Meteoriten oder einem anderen Himmelskörper, zerborsten. Die
Trümmer umgeben den zusammenhängenden Rest in Form eines riesigen
Asteroidenfeldes. Es wird angenom-men, dass Zeta-Eed vor der Zerstörung
einen Durchmesser von 152020 km hatte. Da sich die Rohstoff-Förderung
in Asteroidenfeldern immer schwerer gestaltet als auf Planeten hatte Rapid
Space Operations aus Kostengründen davon abgesehen, die großen
Vorkommen an Nickel, Mangan und Kobalt abzubauen.
   
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